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Ist es Aktionismus oder eine ernst zu nehmende politische Absicht, das Preismonopol für Medikamente in Deutschland zu brechen

Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten kosten die Medikamente in Deutschland zwischen 40% und 60% zuviel. Wegen unserer sozialen Marktwirtschaft werden die Preise nicht reguliert. Die Krankenkassen müssen jedes neue Medikament, das auf dem Markt kommt, den Preis bezahlen, die das Pharmaunternehmen bestimmt hat.
Nun will Gesundheitsminister Philipp Rösler Preisverhandlungen zwischen Kassen und Pharmaherstellern durchsetzen. Hierzu muß aber festgestellt werden, derartige freiwillige Verhandlungen sind selbstverständlich heute auch schon erlaubt. Nach einem möglichen Zwang zukünftiger Preisverhandlungen will der Staat nach Ablauf eines Jahres bei Nichteinigung den Preis festsetzen! Hier schließt sich natürlich für den Außenstehenden die logische Frage an: Warum darf ein Medikament nicht erst dann auf den Markt, wenn die Preisverhandlung abgeschlossen ist? In den anderen europäischen Staaten ist diese Regelung so selbstverständlich.
Günter Steffen, Lemwerder


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Veröffentlicht am:
07:11:04 20.06.2010